Berg der kleinen Quellen
Den Eingang zum Karkur Talh, im Nordosten des Jebel Uweinat gelegen, erreicht man von der ägyptischen Seite aus. Die Zufahrt ist teilweise vermint, daher ist besondere Vorsicht geboten. Das Tal verläuft südlich über die Grenze in den Sudan, wo die ersten Felsgravuren und -zeichnungen zu finden sind.
Im hinteren Abschnitt verzweigt sich das Tal in kleinere Seitentäler, in denen ebenfalls Felsgravuren und Felszeichnungen zu finden sind. Das Karkur Talh wurde 1925/1926 von Kamal el-Din entdeckt und später von Ladislaus Almásy sowie dem deutschen Ethnologen Hans Rhotert erforscht.
In einem Seitental befinden sich zahlreiche Felsbildstellen von außergewöhnlich guter Qualität, wie sie in der Sahara nur selten zu finden sind. Diese Felsbilder wurden 1968 von einer belgischen Expedition unter der Leitung von Francis van Noten entdeckt und dokumentiert.
Die Route führt von der ägyptischen Seite in das von Nord nach Süd ausgerichtete Karkur Talh im Jebel Uweinat. Die Zufahrt ist auf ägyptischer Seite teilweise vermint. Nach Überschreiten der Grenze in den Sudan öffnet sich das Tal auf einer Länge von 4 Kilometern, mit spärlichem Bewuchs und einigen Akazien. Im hinteren Teil des Tales verzweigt es sich in mehrere Seitentäler, wo die Felsbildstellen zu finden sind.